Das Projekt SENSILIENZ
Motivation
Viele kleine und mittelständische Unternehmen stehen z.B. vor der Einführung neuer Arbeitsformen oder der Übergabe der Geschäftsführung. Hierbei bieten ihre familiäre Unternehmenskultur und große strategische Flexibilität oft informelle Ressourcen, die bisher wenig systematisch erforscht und in der Unternehmenspraxis entwickelt wurden. Methoden der Sinnstiftung (Sensemaking) bieten das Potenzial, Unternehmenskultur sichtbar zu machen, so dass Veränderungen gezielt angestoßen werden können. Das Projekt will zeigen, wie Unternehmen ihre Kultur und die Erfahrungen ihrer Mitarbeitenden besser nutzen können, um langfristig widerstandsfähig – also resilient – zu bleiben.
Ziele und Vorgehen
SENSILIENZ adaptiert Methoden des Storytellings und Sensemakings zur Resilienzförderung von Mitarbeitenden, Teams und Organisationen. Ziel ist die Etablierung eines theoretisch und empirisch fundierten Maßnahmenkatalogs, der branchenunabhängig anwendbar ist. Dazu werden Resilienz-Ressourcen in beteiligten Unternehmen identifiziert und prototypisch in vier Branchen (Pflege, Medizintechnik, IT, Maschi-nenbau) mobilisiert, indem die adaptierten Methoden für vier Anwendungsszenarien je Unternehmen durchgeführt werden. Begleitend erfolgt die Potenzialanalyse technischer Assistenzen, wie z.B. KI-basierte Moderation. Die Methoden zu Sensemaking und Resilienz werden iterativ evaluiert und abschließend in den Unternehmen verstetigt. Die Aufbereitung in einem modularen und multimedialen Ansatz ermöglicht den Transfer in weitere KMU.
Innovation und Perspektiven
Durch SENSILIENZ kann eine kultur- und biografiesensible Personalentwicklung durch erprobte Methoden und einen Mehrebenen-Ansatz des Sensemakings erstmalig für KMU etabliert werden. Im Erfolgsfall liegen erstmals ein systematischer Ansatz und konkrete Interventionen zur Reflexion und Stärkung der eigenen Unternehmenskultur für Familienunternehmen vor. Sie lassen sich in Wissenschaft, Beratung und in Selbstanwendung nutzen.
